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Das Heliotrop in Freiburg

In Freiburg im Breisgau wurde 1994 ein Haus bezogen, dessen wortwörtliche Bedeutung auf eine Pflanzengattung zurückgeht, die ihre Blätter stets der Sonne zuwendet. Das Heliotrop ist eines der ersten Bauwerke seiner Art in Deutschland. Entworfen hat es der Architekt Rolf Disch, der seine thematischen Schwerpunkte in Solararchitektur und dem ökologischen Bauen fand. In der sonnenreichsten Stadt Deutschlands blühen seitdem die Visionen des energiefreundlichen Architekten. Bezogen hat den zylinderförmigen Bau übrigens der Architekt selbst.

Eine wahrgewordene Utopie

Das Heliotrop wirkt durch sein Äußeres wie ein Planetarium und tatsächlich liefert es einen Ausblick auf die architektonische Zukunft modernen Wohnens. Schon seit Generationen werden mit Blick auf die Ressourcenknappheit Bauwerke geplant, die sich weitestgehend selbstversorgen. So nutzt auch das Heliotrop alle nur erdenklichen Möglichkeiten um eigenständig die Energie zu erzeugen, die es benötigt.

Innenansicht HeliotropDas großartige Panorama können Besucher während einer Führung genießen. © Rolf Disch SolarArchitektur

Der Bau ist deshalb hochisoliert, sodass fast keine Energie unnötig an die Umwelt abgegeben wird. Die einfache Verglasung nutzt zudem den Treibhauseffekt aus und regelt die Energiezufuhr des Gebäudes. Das Dach wird von einer leistungsstarken Photovoltaikanlage geziert, deren Energie ebenfalls den Verbrauch des Hauses speist. Das Heliotrop nutzt für seine autarke Energiegewinnung aber auch weitaus weniger bekannte Methoden.

Mit Hilfe von sogenannten Komposttoiletten wird Wasser eingespart und kostbarer Dünger erzeugt. Abwasser wird darüber hinaus in einer Schilfkläranlage aufbereitet. Dieses Vorgehen bezieht die Umwelt in den Prozess mit ein und schadet ihr nicht. Die generelle Nutzung von Regenwasser ist beim Heliotrop in Freiburg obligatorisch.

Aufmerksamkeit und außergewöhnliches Erscheinungsbild

Das Besondere des aus fertigen Holzteilen zusammen gesetzten Bauwerks, sind allerdings nicht die bisher beschriebenen Lösungen unabhängig an Energie zu kommen. Weitaus bedeutsamer ist der Drehmechanismus des Heliotrops. So ist das Bauwerk in der Lage, seine Fassade durch Drehung stets der Sonne zuzuwenden und damit immer die optimale Versorgung durch Sonnenenergie zu gewährleisten. Auf diese Weise erhält Rolf Disch in den kühlen Wintermonaten wärmende Energie und kann sich im Sommer auf die gleiche Art von ihr abwenden. Das Drehhaus macht es möglich.

Heliotrop FreiburgAls Experimentirehaus geplant und bewohnt - das Heliotrop. © Rolf Disch SolarArchitektur

Mit allerlei vertikalen Stahlverstrebungen, Glasflächen auf drei Ebenen, zylinderförmig und mit einer Solaranlage auf dem Dach, sorgt das Heliotrop für ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und bietet so eine Begegnungsstätte für die Belange ökologischen Bauens. Im Heliotrop hat daher nicht nur Architekt Disch seine Privatgemächer, es werden auch erklärende Führungen durch die Anlage angeboten. Das Disch mit Freiburg eine regelrechte Schatztruhe für energetisches Bauen aufgemacht hat, bezeugt die Solarsiedlung am Schlierberg. Rund 59 Wohnhäuser produzieren mehr Energie als sie brauchen und so hat sich der Architekt Rolf Disch ein ewiges Denkmal gesetzt.

Autor: Toni Reichel

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