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Wieso ist die SCHUFA-Auskunft bei der Immobilienfinanzierung so wichtig?

In der heutigen Zeit ist die SCHUFA allgegenwärtig. Insbesondere ist die SCHUFA-Klausel auf dem Immobilienmarkt interessant. Neben der Abfrage der SCHUFA-Einträge bei der bloßen Anmietung eines Wohnobjektes, ist es nicht weiter verwunderlich, dass bei der Immobilienfinanzierung die Auskunft über finanzielle Hintergründe einer Person enorm wichtig ist.

Deutschlands größte Auskunftei – die SCHUFA

Die SCHUFA Holding AG ist eine privatwirtschaftliche deutsche Wirtschaftsauskunftei mit Sitz in Wiesbaden. Die Abkürzung steht dabei für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Dies entspricht dem Geschäftszweck des Unternehmens, seine Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen. Zu diesem Zweck sind ca. zweidrittel aller deutschen Bürger in der Kartei der SCHUFA erfasst.

Topf voll Geld
Da nicht jeder einen vollen Topf mit Geld zu Hause hat, müssen die meisten bei der Immobilienfinanzierung auf einen Bankkredit zurückgreifen. Bild © Petra Bork / pixelio.de

Am bekanntesten ist die vom Bundesgerichtshof 1985 beschlossene „SCHUFA-Klausel“. Da die Auskunftei in den 70er Jahren auf eine elektronische Datenverarbeitung umstellte, fiel ihre Arbeit unter das Bundesdatenschutzgesetz und bedurfte einer gesonderten Regelung. Nach der „SCHUFA-Klausel“ dürfen Kundendaten nur mit der Einverständnis der Person an die SCHUFA übermittelt werden. Neben diesen gesammelten Daten, erfasst die SCHUFA öffentlich zugängliche Angaben, beispielsweise aus amtlichen Bekanntmachungen (wie die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung).

Unter anderem werden Daten wie der Name, das Geburtsdatum inkl. Ort, frühere und derzeitige Anschriften sowie die Aufnahme und vertragsgemäße („Positivmerkmale“) bzw. nichtvertragsgemäße („Negativmerkmale“) Abwicklung von Geschäftsbeziehungen gespeichert. Diese Daten können von den verschiedenen Vertragsparteien ebenso von einem Selbst abgefragt werden. Vor allem für Unternehmen sind Auskünfte über die Eröffnung eines Girokontos, der Besitz von Kreditkarten oder eines Handyvertrages wichtig zur Bonitätsprüfung.

Bonitätsprüfung aufgrund der Einträge in der SCHUFA

Für die verschiedensten Geschäftspartner sind Auskünfte über die Einträge in einer SCHUFA-Kartei enorm wichtig, um das eigene Risiko einschätzen zu können. Hierbei handelt es sich meist um Banken, die eine Vergabe eines Kredites, z.B. für den Kauf einer Immobilie, prüfen. Bei den Vertragspartner der SCHUFA können drei Gruppen identifiziert werden. Bei A-Vertragspartner handelt es sich um Kreditinstitute und Kreditkartenunternehmen, die sowohl die Positiv- als auch die Negativmerkmale erfahren. B-Vertragspartner, wie Telekommunikationsunternehmen und Handelsorganisationen, erhalten hingegen lediglich die Negativmerkmale. F-Vertragsparteien sind Inkassounternehmen, die Auskunft über Adressdaten einer Person bekommen.

Zusätzlich führt die SCHUFA Holding AG eine Bonitätsprüfung aller erfassten Personen durch. Der Wert variiert je nach abfragendem Unternehmen und nach Veränderungen der Lebenssituation. Der Score-Wert liegt dabei zwischen 1 und 100, wobei 1 als sehr negativ angesehen wird. Der Wert gibt die statistische Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalles wieder. Hierin fließen vor allem Daten, wie die Anzahl der besitzenden Bankkonten sowie die Häufigkeit des Wohnungswechsels ein. Je nach Zweck der Auskunft, erhalten die Faktoren unterschiedliche Gewichtungen.

Ausrechnen der finanziellen Situation
Bei der Kreditvergabe zur Immobilienfinanzierung kommt es auf die Bonität des Antragstellers an. Diese wird meist durch die SCHUFA überprüft. Bild © Thorben Wengert / pixelio.de

Jeder Bürger hat das gesetzliche Recht einmal im Jahr eine Selbstauskunft zu beantragen, um seine Daten auf Richtigkeit zu überprüfen. Ebenso werden hierbei Informationen über die Weitergabe der erfassten Daten und des ermittelten Scoring-Wertes an Vertragspartner freigegeben.

SCHUFA-Auskunft bei der Immobilienfinanzierung

Für Kreditinstitute ist es wichtig, die Bonität eines Kunden möglichst genau einschätzen zu können. So kann die Wahrscheinlichkeit des Kreditausfalles berechnet und die Konditionen entsprechend angepasst werden. Dabei geht es vorrangig um die Anpassung des Zinssatzes bei einem höheren Risiko des Forderungsausfalles. Alternativ kann eine höhere Sicherheit gefordert werden.

Kreditinstitute arbeiten eng mit der Auskunftei SCHUFA zusammen, weshalb diese meist erste Anlaufstelle über die Prüfung des Kreditanwärters ist. Der ermittelte Scoring-Werte sowie eigene Erfahrungswerte bieten eine optimale Grundlage zur Bewertung der Person. Insbesondere bei bankfremden Kunden wird die Überprüfung bisheriger Verläufe von finanziellen Beziehungen ernst genommen.

Bei dem Kauf einer Immobilie greifen viele auf die Finanzierung mit Hilfe eines Kreditinstitutes zurück. In diesem Fall sollte zuvor eine Selbstauskunft eingeholt werden, um diese auf unrichtige Daten zu überprüfen und sich die Chancen einer Kreditvergabe ausrechnen zu können. Da es sich bei der Immobilienfinanzierung meist um hohe Beträge handelt, ist es nur allzu verständlich, dass Banken auf die Daten der SCHUFA zurückgreifen. Neben dieser Bonitätsprüfung fließen meist noch Angaben über den Anteil der Eigenfinanzierung in die Personenbewertung mit ein.

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