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Werden Immobilienkäufer immer älter?

Laut einer Kreditdatenanalyse des Baufinanzierungsportal Interhyp, steigt das durchschnittliche Alter von Immobilienerstkäufern auf rund 40 Jahre. Noch vor 10 Jahren galt: bis dreißig sind die meisten verheiratet, haben Kinder und selbstverständlich auch ein Haus gebaut oder gekauft. Das dieses Muster nun scheinbar aufgebrochen ist hat ganz konkrete Gründe.

Immer später – immer länger

Die Gesellschaft hat sich verändert und wer früher mit Anfang 20 einen halbwegs gesicherten Job hatte, beginnt heutzutage mit Ende 20 sein drittes Praktikum. Der unsicher gewordene Arbeitsmarkt ist ein Grund warum sich viele erst spät für den Kauf einer Immobilie entscheiden. Die nötigen Rücklagen für die Finanzierungen wollen schließlich erst einmal erarbeitet werden. So stieg das Alter bei Erstkäufern von rund 37,4 auf 39,9 Jahre an. Wer eine Bestandsimmobilie finanziert ist heute mit 40,3 Jahren rund 2,3 Jahr älter als noch vor 10 Jahren.

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Auch die gestiegene Lebenserwartung wird neben den gesellschaftlichen Veränderungen als maßgeblicher Faktor für einen Hauskauf zu einem späteren Zeitpunkt angeführt. Immer noch dominiert Karriereplanung und nicht selten bleibt darüber die Familie oder sogar der Bau oder Kauf eines Eigenheims auf der Strecke.

Die Rente als Faktor

Die hohe Lebenserwartung ist jedoch nicht allein für den Altersanstieg der Immobilienkäufer verantwortlich. Ebenfalls einen großen Anteil daran, haben die derzeit niedrigen Zinsen auf Darlehen. Das hat zur Folge, dass sich auch bereits ältere Personen mit dem Gedanken einer eigenen Immobilie beschäftigen. Zumal eigene vier Wände ohne das Bezahlen einer Miete nicht an Attraktivität verloren haben.

Bei all den Vorteilen dieser Entwicklung, bleibt jedoch auch ein grundsätzliches Problem. Wer spätere kauft, hat tendenziell weniger Zeit seinen Kredit abzuzahlen. Was lange Zeit normal war, ämlich sein Haus bis zum Rentenalter abzuzahlen, wird mit den üblichen zwei Prozent Zinsen nicht mehr erreicht. Plattformen wie Interhyp empfehlen daher bereits Tilgungsraten von drei Prozent.

Ein Spiel auf Zeit

Letztendlich ist es wie vieles im Leben reine Mathematik. Kreditnehmer benötigen bei einer zweiprozentigen Tilgungsrate rund 36 Jahre um schuldenfrei zu sein. Bei drei Prozent verringert sich die Laufzeit durchschnittlich auf 26 Jahre. Der Sinn hinter der Zinserhöhung ist damit überaus nachvollziehbar und sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

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Das sich der Markt generell auf diese neuen Käuferstrukturen einstellen muss ist klar. Die meisten Käufer vergleichen Angebote im Internet und sind durch eine Vielzahl von Ratgeberseiten zum Teil sehr gut informiert. Es ist daher absolut unabdingbar, diesen geschulten Käufern eine attraktive und verantwortungsbewusste Dienstleitung in Aussicht zu stellen. Die Struktur hat sich von der Betreuung des Interessenten hin zu einem Service mit dem Kunden entwickelt. Wünsche werden angepasst und keine Vorstellung scheint unmöglich. Somit werden dann sicherlich auch weitere spannende Finanzierungsmodelle entwickelt und erarbeitet.

Autor: Toni Reichel

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