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Immobilienmarkt 2019: Diese 5 Themen werden uns dieses Jahr beschäftigen

Sind Sie auch erfolgreich ins neue Jahr gestartet? Die Immobilienwirtschaft hat den Jahreswechsel noch in Boom-Stimmung geschafft. Jedoch steht die Branche 2019 vor einigen Herausforderungen, die uns beschäftigen sollten. So macht die Politik Druck zur Regulierung des Wirtschaftszweigs Immobilien und für Eigentümer und Interessenten wird sich einiges an den Bedingungen bei Transaktionen ändern. Diese 5 Themen sollten Eigentümer daher 2019 im Blick behalten.

Titelbild: Ausblick Immobilienwirtschaft, metaphorisch Fernglas

1. Gesetzliche Regelung des Immobilienverkaufs


Seit Einführung des Bestellerprinzips bei Vermietung 2015 wird darüber spekuliert, ob es nicht auch beim Verkauf Anwendung finden sollte. Grüne und SPD haben sich das Thema 2018 nun endgültig auf die Fahne geschrieben. Die Grünen haben schon einen entsprechenden Gesetzesentwurf eingereicht. Und Justizministerin Barley (SPD) kämpfte im vergangenen Jahr erst für eine Verschärfung der Mietpreisbremse, um nun weitere Regulierungsmaßnahmen für die Immobilienwirtschaft voranzubringen.

Eigentümer sollten sich daher 2019 fragen: „Wann werde ich die Maklergebühren allein tragen müssen?“

2. Grundsteuer-Reform


Anfang 2018 hat der Bundesgerichtshof zudem die aktuelle Methodik für die Berechnung der Grundsteuer für gesetzeswidrig erklärt. Der Bundesregierung wurde bis Ende 2019 Zeit gegeben eine gesetzeskonforme Reform durchzuführen. Finanzminister Scholz (ebenfalls SPD) hatte daraufhin Ende November vergangenen Jahres einen Entwurf vorgestellt – und ist auf viel Kritik gestoßen.

Kritiker mutmaßen, dass bei Umsetzung seines Vorschlags bürokratischer Aufwand zunähme und das Leben in den deutschen Metropolen sich noch einmal verteuere. Damit dies nicht die Mieter trifft, überlegt, abermals Barley, die Umlage der Grundsteuer zu verbieten.

Investoren müssen sich daher 2019 fragen: „Bleiben meine Anlagen in Zukunft noch profitabel?“

3. Immobilienpreisblase


Neben Einflüssen aus der Politik, macht auch die Marktdynamik der Immobilienwirtschaft mehr und mehr zu schaffen. Preiszunahmen in Metropolen fallen zunehmend geringer aus. So stellte empiricia etwa ein Preisplateau in München fest, durch das Renditen nicht weiter sinken – Preise also entsprechend auch nicht weiter zunehmen. Spekulanten und Investoren werden unter dem Rendite-Niveau von drei Prozent in der bayerischen Landeshauptstadt scheinbar risikoscheu. Verständlich. Fraglich ist nur, wie sich diese Entwicklung auf den Immobilienmarkt auswirkt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Weltwirtschaft abkühlt. Sinkende Gewinnüberschüsse sorgen dafür, dass liquide Mittel nicht langfristig in Betongold angelegt werden sollten. Wer weiß, wann man das Geld braucht?

Die Anleger ziehen sich daher langsam von den Großstadt-Märkten zurück. ABBA-Strategie heißt ihre Lösung. Das hat nichts mit der schwedischen Band zu tun, Money, Money, Money soll stattdessen mit Anlagen in B-Lagen von A-Städten (A-Stadt, B-Lage) und A-Lagen von B-Städten (B-Stadt, A-Lage) gemacht werden. Aber was kommt dann? Man fühlt sich hier an den „Schweinezyklus“ erinnert.

Eigentümer mit Verkaufswunsch sollten sich daher 2019 fragen: „Wie lange hält der Preistrend den Wert meiner Immobilie noch hoch?“

4. Leitzinserhöhung


Die Amerikaner machten es 2018 vor, folgt Europa dem Trend 2019 verzögert? Schon zweimal hat die US-Notenbank FED bei Redaktionsschluss den Leitzins 2018 erhöht. Und auch die EZB scheint die Niedrigzinspolitik bald beenden zu wollen. Der Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen wird nach Angaben der Zentralbank zum Ende des Jahres beendet. Der Nullzins soll jedoch erst einmal erhalten bleiben. Diesen anzuheben wäre jedoch der nächste logische Schritt, sollte sich die europäische Wirtschaft weiter erholen.

Eine solche Erhöhung würde auch Kreditnehmer – und damit viele Immobilienkäufer – belasten. Die Banken würden einen erhöhten Leitzins schließlich an ihre Klientel abgeben. Folge: Käufer können sich weniger leisten. Ihr Kreditrahmen liegt niedriger. Verkaufsangebote müssten im Schnitt niedriger ausfallen um breite Käuferschichten anzusprechen.

Verkäufer sollten sich daher 2019 fragen: „Wie stark wird eine Leitzinserhöhung auf die Zahlungsbereitschaft von Interessenten drücken?“

5. Neubau


Wie in den Punkten 3 und 4 beschrieben, wird das Kaufverhalten bei Immobilien vorsichtiger. Auf Grund des Wohnraummangels arbeitet jedoch parallel die Bauindustrie unter Hochdruck an weiteren Objekten in großen und mittleren Städten. Sollte die Nachfrage beim steigenden Angebot gleichbleiben, könnte dies nicht nur zu sinkenden Preisen am Immobilienmarkt führen, auch könnten Bestandhalter hier das Nachsehen haben.

Denn: Die Mietpreisbremse gilt nicht für massiv modernisierte Objekte und Neubezüge. Folgend ist die Investition in solche Objekte deutlich attraktiver, da die Mietpreiserhöhung hier nicht maximal 10 % über der örtlichen Durchschnittsmiete gedeckelt wird.

Eigentümer sollten sich daher 2019 fragen: „Wie lange besteht noch großes Interesse an meiner Immobilie?“


Was denken Sie, wird die Immobilienwirtschaft 2019 beschäftigen? Fallen Ihnen noch weitere Faktoren ein? Wie werden Sie mit den kommenden Entwicklungen umgehen? Wir freuen uns über Ihre Meinung auf Facebook, Twitter oder per Mail an redaktion@maklaro.de!

Sollten Sie über einen Verkauf nachdenken, stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.


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Autor: Tom Kaufhold

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Tags: Grundsteuer, Immobilienmarkt, Neubauvorhaben, Zinsen, Immobilienblase, Mietpreisbremse, Bestellerprinzip, ausblick

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